Mercedes S 400 Hybrid: Klimafreundliches Wohnmobil | Die Weltwoche ...
Die Klimahysterie und die Sorgen um steigende CO2-Emissionen lassen den typischen S-Klasse-Fahrer gemeinhin kalt. Dennoch sehnt er sich nach ein wenig mehr Anerkennung, in einer Zeit, in der sein Auto von grünen Fundamentalisten mit einer Kriegserklärung verwechselt wird. Sechs Buchstaben am Heck können ihn jetzt vom Feindbild zum Idol werden lassen: Hybrid. Mercedes liefert die S-Klasse seit wenigen Wochen auch als Hybrid aus: mit einem 3,5-Liter-Benzinmotor und einem 20 PS starken Elektromotor. Mein Testwagen wird symbolstark in Weiss geliefert. Unschuldig, rein, Science-Fiction, genau so soll diese S-Klasse sein.
Meine intellektuellen Freunde schicken beim Anblick der wuchtigen Limousine begeisterte SMS. Ich selbst mochte die S-Klasse schon immer und finde sie in Weiss mit schokobraunem Leder besonders gelungen. Der letzte Facelift verleiht der S-Klasse eine iPod-hafte Zeitgenossenschaft. Die LED-Lichter erinnern an Krieg-der-Sterne-Flotten. Mich begeistern der Verbrauch und der wie immer ungeheure Komfort. Die Windgeräusche gehen gegen null, und der Fond ist derart geräumig, dass dort junge Mütter bequem ihre Kinder stillen und dabei ihre Beine übereinander schlagen können. Und auch wählerische Säuglinge werden die indirekte Beleuchtung des Innenraums und das Wildleder am Dachhimmel als besonders gemütlich empfinden. Die S-Klasse verführt zum Wohnen in ihr. Die Aussenwelt verschwindet, und gerade in Städten, die im Winter zum Hässlichen neigen, bietet der Salon aus Untertürkheim eine Zufluchtsstätte. Die Stereoanlage zaubert Konzertsaaltaugliches, die Kopfkissen (äh, Kopfstützen) erinnern an ein Königsbett. Sogar gegen Müdigkeit und Seitenwind gibt es ein Assistenzsystem, das warnt und hilft. Der Hybrid selbst ist milde. Statt schwerer und raumgreifender Nickel-Metall-Hydrid-Akkus hat Mercedes eine Lithium-Batterie eingebaut, die im Motorraum versteckt ist und somit nicht, wie bei der asiatischen Konkurrenz, wertvollen Platz im Kofferraum vernichtet. Bei 560 Litern Stauraum findet darin sogar ein Kinderwagen Platz. Der Sechszylinder greift kräftig zu, doch da der Elektromotor als Generator arbeitet, wenn man den Gasfuss hebt, macht dies besonders viel Spass: Die rollende Wucht des Zweitonners wird in elektrische Energie verwandelt. Beim Bremsen wird dieser Effekt noch verstärkt, was den Fahrer nicht nur zu Zeiten der Klimakonferenz in Kopenhagen zusätzlich motiviert. Je jünger der Fahrer und seine Familie, umso sympathischer und verwunderter wird er zur Kenntnis genommen. Nike-Turnschuhe und die Chucks der Beifahrerin verschaffen der S-Klasse eine Nonchalance, die ihr gut zu Gesicht steht. Die S-Klasse ist eine Art Siegel der Arriviertheit: der Hybrid in Weiss — ein Emissär der Zukunft. Ein wunderbares Auto für die unangepasste junge Familie, die nicht niedlich sein will.
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Bislang ist lediglich Ralf Schumachers Wohnmobil schon zurück in der Formel 1. Das hat er Bruder Michael für die Testfahrten in Valencia geliehen,
In der Oberklasse kam es zu Jahresbeginn laut Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) zu einem Patt: Mit je 337 Neuzulassungen teilten sich Mercedes-Benz S-Klasse und
Michael Schumacher sprang aus dem Wohnmobil, das er sich von seinem Bruder Ralf geliehen hat, stürmte mit kurzen Schritten um den orangefarbenen Schutzzaun,